EINE WELT, DIE SICH IMMER
SCHNELLER VERÄNDERT.

UND EIN INSTITUT, DAS HILFT,
SIE ZU VERSTEHEN.

Christian Wulff"Der Islam gehört zu Deutschland." Mit diesem Satz löste Christian Wulff im Jahr 2010 als Bundespräsident eine kontroverse Debatte aus. Damals wie heute steht er zu dieser Aussage und fordert zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit dem Islam und unserem Umgang mit Musliminnen und Muslimen in Deutschland auf.

Insbesondere der aktuelle Zustrom von mehrheitlich muslimischen Flüchtlingen sei für uns alle eine neue Herausforderung, nicht aber eine Gefahr für ein starkes und demokratisches Deutschland. Eine multikulturelle Demokratie muss für ihre Werte und Regeln einstehen. Toleranz darf nicht mit Ignoranz verwechselt werden. Wenn sich Migrantinnen und Migranten in unsere freiheitlich demokratische Grundordnung integrieren, kann Deutschland nur profitieren. Schon in der Vergangenheit sind immer wieder Menschen aus verschiedensten Kulturkreisen nach Deutschland eingewandert und haben unser Land enorm bereichert.

Dennoch ist es natürlich auch im Sinne Deutschlands, Fluchtursachen zu bekämpfen und den Menschen ein gutes Leben in ihrer Heimat zu ermöglichen. Christian Wulff setzt dabei insbesondere auf Tunesien. Ein Land, das das Potenzial hat, die Schweiz Afrikas zu werden und als wirtschaftliche erfolgreiche Demokratie zum Beispiel für den ganzen Kontinent zu werden. Mit dieser Hoffnung ruft der ehemalige Bundespräsident dazu auf, verstärkt in Tunesien zu investieren und das Land mit allen Mitteln zu unterstützen.

C Wulff und JugendbildungsteamIm Anschluss an seine Rede stellte sich Christian Wulff nicht nur im einigen Fragen aus dem Plenum, sondern stand nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung noch lange in kleiner Runde Rede und Antwort.

Als Dank für seinen Besuch machte der geschäftsführende Vorstand des HAUS RISSEN Dr. Philipp-Christian Wachs dem Altbundespräsidenten das Angebot, ein Seminar zur Politischen Bildung für eine von Christian Wulff betreute Flüchtlingsklasse in Osnabrück am HAUS RISSEN durchzuführen.

Wir danken der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg für die Unterstützung dieses Abends.

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