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AUS ALLERBESTEM HAUSE

Dieses Jahr zum ersten Mal in Deutschland

Gabriela Rick

Die Invictus Games 2023 finden dieses Jahr das erste Mal in Deutschland statt, und sind daher auch verpflichtendes Seminarthema innerhalb der soldatischen Persönlichkeitsbildung der Bundeswehr.

„A Home for Respect“, dies ist das Motto des paralympischen Wettkampfes für versehrte Soldatinnen und Soldaten, die hier Anerkennung und Wertschätzung für ihren Dienst und ihren Weg erhalten sollen.

Körperliche und seelische Gesundheit als großes Thema

Die Seminare des HAUS RISSEN binden daher die Invictus Games thematisch ein und erörtern den Umgang mit Behinderung und Versehrtheit, Sport als Rehabilitation sowie die Versorgung von PTBS-erkrankten Soldatinnen und Soldaten.

Warrior Games als Vorbild

Die Invictus Games wurden 2014 von Prinz Harry gegründet, der die „Warrior Games“ aus den USA als Anstoß nutzte, einen umfänglicheren paralympischen Sportwettbewerb für kriegsversehrte Soldatinnen und Soldaten zu gründen und für das Thema mehr Öffentlichkeit und Anerkennung zu schaffen. Dieses Jahr wird die Stadt Düsseldorf mit der Ausrichtung der Spiele beehrt sein, die Merkur Spiel-Arena bildet das Zentrum der Veranstaltung und lädt unter dem Motto des „One Location Konzepts“ zu einem großen Event ein, das auch das Publikum durch verschiedene Sportangebote miteinbezieht.

Internationale Beteiligung in Düsseldorf

Erwartet werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 22 Nationen, die auch ihre Angehörigen mitbringen dürfen. Unter dem Motto „A Home for Respect“ werden die Teams in insgesamt 22 Sportarten gegeneinander antreten. Dabei geht es vor allem um die Bedeutung von Sport im Rehabilitationsprozess versehrter Soldatinnen und Soldaten und die Präsenz von Kriegsverletzungen in der Gesellschaft.

Invictus, Unbezwungen, das ist der Grundgedanke, der den versehrten Soldatinnen und Soldaten vermittelt werden soll. Der Umgang mit Behinderung und Versehrtheit war in der Vergangenheit nicht immer offen, transparent und unterstützend, und genau hier setzt die soldatische Persönlichkeitsbildung an und schafft die thematische Rückbindung der Invictus Games.

Umgang mit Behinderung und Versehrtheit als Kernthema

Der Umgang mit Behinderung und Versehrtheit ist daher auch ein Kernthema in den Seminaren, die HAUS RISSEN für Gruppen der Bundeswehr konzipiert. Wie werden Menschen mit Behinderung und Kriegsversehrte behandelt, eingebunden aber auch stigmatisiert? Wie wichtig ist dabei die Rolle der Gesellschaft? Was lernen wir aus unserer Vergangenheit, wo sind die Invictus Games gerade deswegen eine Errungenschaft?

Auf diesen Fragen aufbauend werden Sport als Mittel der Rehabilitation, die Anerkennung von Einsatzkräften sowie der Umgang mit Posttraumatischer Belastungsstörung in einzelnen Seminareinheiten behandelt.

Wettkampfaspekt beschleunigt den Genesungsprozess

Die Invictus Games sollen Anerkennung für versehrte Menschen und Menschen mit Behinderung schaffen, gleichzeitig soll es die Einsatzkräfte in den Mittelpunkt rücken, die für ihren Dienst am Land psychische und physische Verletzungen in Kauf nehmen. Die Spiele machen somit auf diese Themenfelder aufmerksam.

Medizinische Studien zeigen, wie vorteilhaft der Wettkampfaspekt im Genesungsprozess ist. Für die Therapie einer Traumafolge-Erkrankung ist zudem die Herausforderung, sich in einer großen Menschenmenge einem sportlichen Wettkampf zu stellen, gewinnbringend. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind meist schwer belastet durch Einsatzerfahrungen, und der Rückgewinn der körperlichen, aber auch psychischen Belastbarkeit ist ein essenzieller Aspekt in der Heilung. Die Invictus Games sollten daher auch als Chance begriffen werden, denjenigen die Hand zu reichen, die ihr Leben und ihre Gesundheit für ihr Land riskieren.

HAUS RISSEN stellt zu diesen verschiedenen Aspekten rund um die Spiele in Düsseldorf individuelle Seminarprogramme zusammen.

 

Ansprechpartnerin für Invictus Games im HAUS RISSEN ist Helene Bührig 

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