Sicherheitspolitik in Europa kann nicht allein aus nationalen Perspektiven heraus gedacht werden; sie ist eine kollektive und damit kooperative Angelegenheit. Von entsprechender Relevanz ist die gegenseitige Kenntnis über nationale Eigenheiten, spezifische Interessen, Prioritäten und Perspektiven.
In diesem Sinne gehen wir grundlegenden Fragen nach, welche Bedeutung gemeinsame Werte für eine stabile Sicherheits- und Friedensarchitektur in Europa haben, wie sich unterschiedliche Militärkulturen auf die Zusammenarbeit in der gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik auswirken und was unter Begrifflichkeiten wie Multinationalität zu verstehen ist.
Um das Bild zu vervollständigen, widmen wir uns darüber hinaus auch den zum Teil komplizierten Beziehungsverhältnissen europäischer Partner, deren Ursachen in der jüngeren Geschichte zu finden sind, und vermitteln mittels simulativer Methoden ein Verständnis für komplexe Verhandlungs- und Entscheidungsprozesse auf europäischer Ebene.