In ihrer siebzigjährigen Geschichte ist die Bundeswehr zu einer tragenden Säule deutscher Sicherheitspolitik geworden – mal mehr und mal weniger im Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit.
In einer historischen Rückschau blicken wir auf die unterschiedlichen Aufgaben und Rollenzuschreibungen der Bundeswehr in den letzten siebzig Jahren, angefangen bei der Wiederbewaffnung und Einführung der Wehrpflicht 1955 über die Landes- und Bündnisverteidigung im Kalten Krieg bis hin zu den Auslandseinsätzen im Rahmen des internationalen Konfliktmanagements.
Dabei kommen das Selbstverständnis des Staatsbürgers in Uniform und der Leitgedanke der inneren Führung ebenso zur Sprache wie (heute wieder relevante) Abschreckungs- und Verteidigungskonzepte. In Anbetracht aktueller Entwicklungen diskutieren wir ebenfalls den Stellenwert, die Bedeutung und die Rolle von Streitkräften in Demokratien.
Mit Blick auf gegenwärtige Entwicklungen und Herausforderungen widmen wir uns den politischen und institutionellen Rahmenbedingungen deutscher Sicherheitspolitik. Dies ist zunächst die sicherheitspolitische Neuorientierung Deutschlands nach der Zeitenwende. Nicht weniger relevant sind aber auch die Einbindung Deutschlands und der Bundeswehr in die Strukturen der NATO und die damit verbundenen strategischen Fragen.
Darüber hinaus beschäftigen uns die gesellschaftlichen Perspektiven auf verteidigungspolitische Fragen sowie die Einstellungen der Zivilgesellschaft auf Militär im Allgemeinen und die Bundeswehr im Speziellen.
70 Jahre Streitkräfte der Bundeswehr.pdf