Sicherheit und Frieden unter Druck
Krieg in Europa, geopolitische Spannungen und eine Weltordnung im Wandel prägen die Gegenwart junger Menschen. Internationale Bündnisse werden neu verhandelt, sicherheitspolitische Gewissheiten geraten ins Wanken und Fragen von Verteidigung, Demokratie und europäischer Zusammenarbeit gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Umso wichtiger ist politische Bildung, die Orientierung schafft, globale Entwicklungen verständlich macht und junge Menschen dazu befähigt, sich reflektiert mit außen- und sicherheitspolitischen Herausforderungen auseinanderzusetzen.
Das Seminar „Sicherheit und Frieden in der Weltpolitik von heute“
Genau hier setzt das Seminar „Sicherheit und Frieden in der Weltpolitik von heute“ von HAUS RISSEN, mit unseren Referenten aus dem Bereich Geo- und Sicherheitspolitik Enrico Liedtke und Helene Bührig und aus dem Bereich Politische Jugendbildung Julika Stenzel und Sina Wickemeyer an.
Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Johann Rist Gymnasiums wurden zentrale Fragen internationaler Politik diskutiert, analysiert und im Rahmen eines Planspiels praktisch erfahrbar gemacht.
Internationale Politik verständlich und erlebbar machen
In Workshops, Gesprächsrunden und einer mehrteiligen Simulation europäischer Sicherheitspolitik beschäftigten sich die Teilnehmenden unter anderem mit folgenden Themen:
▪️ Die Neujustierung der Weltpolitik
▪️ Neue Mächte und die Krise der liberalen Weltordnung
▪️ Die NATO und ihre Ostflanke
▪️ Aufgaben und Herausforderungen westlicher Bündnisse
▪️ Die Debatte um die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht
▪️ Die Institutionen und Entscheidungsprozesse der Europäischen Union
Politische Bildung als Antwort auf Polarisierung und Unsicherheit
Besonders eindrucksvoll: das Planspiel „Die Verteidigung Europas“. Hier schlüpften die Jugendlichen selbst in politische Rollen, verhandelten sicherheitspolitische Strategien und erlebten die Dynamiken gemeinsamer europäischer Entscheidungsfindung hautnah.
Auch das Feedback der Teilnehmenden zeigt, wie intensiv das Seminar erlebt wurde:
„Das Planspiel war sehr gut. Es hat Spaß gemacht, die Rolle eines Mitgliedstaates zu übernehmen und mit den anderen zu verhandeln.“
Das Ziel: junge Menschen befähigen, internationale Entwicklungen einzuordnen, unterschiedliche Perspektiven kritisch zu reflektieren und demokratische Verantwortung zu übernehmen.
Gerade in Zeiten wachsender Polarisierung und globaler Unsicherheit braucht es Bildungsangebote, die Dialog fördern, politische Urteilskraft stärken und Zukunftskompetenzen vermitteln.