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AUS ALLERBESTEM HAUSE

HAUS RISSEN STILLE STAERKEAli, Linet, Myriam, Metin und Yolanda haben wir in den vergangenen Wochen vorgestellt.

Sie sind fünf von insgesamt 21 Pflegerinnen und Pflegern, die Nicole Behnk-Müller für ihr Buch „Stille Stärke. Vom Mut, neu zu beginnen“ porträtiert hat. Ihre Porträts und Geschichten zeigen wir in der gleichnamigen Ausstellung im HAUS RISSEN.

Ihre Lebenswege sind sehr unterschiedlich. Viele haben ihre Heimat verlassen, eine neue Sprache gelernt und in Deutschland neu angefangen. Nicht immer war dieser Weg einfach.

Empathie gehört zum Alltag in der Pflege

Heute arbeiten sie in der Pflege. Sie kümmern sich um Menschen, die krank oder alt sind, Hilfe brauchen oder sich einsam fühlen. Dabei geht es nicht nur um fachliche Kompetenz. Es geht auch darum, zuzuhören und den Menschen ernst zu nehmen, der einem gegenübersteht.

Empathie gehört deshalb zum Alltag in der Pflege.

Aber was hat das mit Demokratie zu tun?

Demokratie braucht keine Einigkeit

Demokratie setzt nicht voraus, dass wir uns in jeden Menschen hineinversetzen oder jede Position verstehen. Wir müssen auch nicht einer Meinung sein. Im Gegenteil: Unterschiedliche Interessen und Überzeugungen gehören zu einer pluralistischen Gesellschaft.

Für unser demokratisches Zusammenleben ist aber entscheidend, dass wir die Rechte anderer respektieren. Auch dann, wenn wir ihre Ansichten nicht teilen.

Empathie kann dabei helfen.

Nicht, indem sie Unterschiede beseitigt oder Konflikte auflöst. Sondern indem sie den Blick auf den Menschen richtet, mit dem wir nicht einer Meinung sind.

Demokratie braucht Raum für Begegnung

Auch deshalb zeigen wir diese 21 Geschichten im HAUS RISSEN. Sie geben Menschen ein Gesicht, von deren Lebenswegen wir sonst vielleicht wenig erfahren würden.

Demokratie braucht Raum.

Raum, in dem solche Begegnungen möglich sind. Und Raum für Gespräche, in denen unterschiedliche Erfahrungen und Meinungen ihren Platz haben.

Empathie macht einen Unterschied

Braucht Demokratie also Empathie?

Demokratie verlangt nicht, dass wir einer Meinung sind. Aber sie lebt davon, wie wir mit unseren Unterschieden umgehen.

Empathie kann dabei einen entscheidenden Unterschied machen. Gerade dann, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind.

„Stille Stärke. Vom Mut, neu zu beginnen“
Die Ausstellung im HAUS RISSEN: „Stille Stärke“ - Eine Ausstellung über gelebte Demokratie

Das Buch von Nicole Behnk-Müller ist ab sofort im Handel erhältlich (ISBN: 978-3-96194-268-8).

Mehr Informationen zu „Stille Stärke“: Stille Stärke – Dokumentarische Porträts und Geschichten

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