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Wie kann die Integration von schulpflichtigen Flüchtlingen in das deutsche Bildungssystem gelingen? – Eine Abendveranstaltung im HAUS RISSEN

Die Ankunft vieler Flüchtlinge in Deutschland stellt unser Land vor eine komplexe und weitreichende Herausforderung. Eine entscheidende Rolle für gelungene Integration ist die erfolgreiche Eingliederung der Flüchtlingskinder in unser Bildungssystem. Die Stadt Hamburg verfolgt den Ansatz einer direkten Einschulung nach der Ankunft, die praktischen Methoden variieren jedoch abhängig von Schule und Schulform.

Unter der Fragestellung „Wie kann die Integration von schulpflichtigen Flüchtlingen in das deutsche Bildungssystem gelingen – Bestandsaufnahme, Herausforderungen und Chancen“ diskutierten hierzu am 9. Juni 2016 im HAUS RISSEN Birgit Singh-Heinike, Schulleiterin der Stadtteilschule am Hafen, Thimo Witting, Schulleiter der Stadtteilschule Bergedorf, Dr. Christian Gefert, Schulleiter des Marion Dönhoff Gymnasiums sowie Katrin Doblhofer, Regionale Schulaufsicht der Behörde für Schule und Berufsbildung für Altona-West. Moderiert wurde die rund zweistündige Veranstaltung von Manja Jacob, Bereichsleiterin Globales Lernen im HAUS RISSEN.

Diskussion Integration schulpflichtige Fluechtlinge sBeim intensiven Austausch der Referenten und im Dialog mit vielen der rund 60 interessierten Gäste wurde besonders die Komplexität der sich stellenden Aufgaben für das Hamburger Schulsystem betont. Jede Schule und jede Schülerschaft ist unterschiedlich und entsprechend vielfältig sind auch die Wege im Umgang mit den Herausforderungen der Integration.

Durch die "Fishbowl“-Diskussionsmethode, konnte sich das Publikum aktiv an der Debatte beteiligen. Jeder war eingeladen auf einem freien Stuhl im Rednerkreis in der Mitte der Zuschauer Platz zu nehmen. Die unterschiedlichen praktischen Erfahrungen der Schulleiter sowie der Gäste standen in diesem Zusammenhang oft im Mittelpunkt der Gespräche in Verbindung mit grundsätzlichen Fragen wie "Was ist überhaupt gute Integration?" und "Welche sozialen Auswirkungen hat gemeinsames (und getrenntes) Lernen?". Trotz der teils unterschiedlichen Handhabungen der Stadtteilschulen und Gymnasien einte alle Teilnehmenden die spürbare Überzeugung der gegenseitigen Bereicherung durch Vielfalt und inklusives, gemeinsames Lernen an der Schule.

Diskussion Integration schulpflichtige Fluechtlinge 2sWährend des anschließenden Empfangs im Haupthaus wurde die angestoßene Debatte in informellerem Rahmen weiter vertieft.

Das HAUS RISSEN bedankt sich sehr herzlich bei den Referenten und den zahlreichen Gästen für einen interessanten Abend und die anregenden Gespräche sowie bei der Landeszentrale für Politische Bildung für die Förderung der Veranstaltung.

Fotos und Text: Moritz Deitmar

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