AKTUELLES

AUS ALLERBESTEM HAUSE

„HAUS RISSEN ist ein Ort guter Ideen, ein Umschlagplatz freier Meinungen, an dem unterschiedliche Auffassungen zu Wort kommen und zu einem selbständigen Urteil führen.“

Karl Carstens  (Bundespräsident 1979 - 1984)

Aktuelles aus dem HAUS RISSEN

Besondere Veranstaltungen, innovative Seminare, ausgezeichnete Kooperationspartner, neue Gesichter und vieles mehr: In dieser Rubrik erfahren Sie Aktuelles aus dem HAUS RISSEN. Sie lesen zudem Statements zu aktuellen Geschehnissen, als persönliche Stellungnahme unserer Referentinnen und Referenten aus den Bereichen Sicherheitspolitik und Jugendbildung.  

Das Politikfenster für einen Wandel zu einer „neuen Hinlänglichkeit“ steht sperrangelweit offen

Kapitalist

Wachstum ist die natürliche Metamorphose des Lebens, ist Fortsetzung, Weiterentwicklung, Erfahrungsschatz. Selbiges per se zu negieren scheitern an der Realität. Gleichwohl ist evident, dass Raubbau, Plünderung und übersteigerte „Verstoffwechselung“ der Natur zu Veränderungen in der Umwelt führen, die wiederum die menschlichen (Über-)Lebensbedingungen erschweren – was wohl eher einem Verwelken als einem Wachstum gleichkäme. Zumindest aus Sicht unserer Spezies.

Diese Aktivitäten gilt es folgerichtig zu begrenzen, vertraut man dem neusten IPPC-Bericht, einem der größten interdisziplinären Weltgemeinschaftsprojekte unserer Zeit. Und trotz einer neu heraufdämmernden multipolaren Welt hatten sich die Machtnationen der Weltgemeinschaft zuletzt ziemlich übereinstimmend zu den Klimazielen bekannt. Über die Problematik scheint also über die Kulturkreise hinweg hohe Einigkeit zu bestehen.

Unendliches Wachstum und seine Grenzen

Doch fernab von der bisher eher symbolischen Klimapolitik liegt ein Umdenken auch aus sicherheitspolitischer Sicht nahe: Steigern wir die Resilienzfähigkeit der liberalen Welt nicht vielmehr durch Wachstumsunabhängigkeit? Der inhärent-krisenhafte Kapitalismus (Kindleberger) brachte dankenswerterweise „alles Stehende und Ständische zum verdampfen“, ermöglichte dutzenden Nationen Massenwohlstand, hat inzwischen aber zunehmend an genuinem Reiz verloren:

Denn zu fragil, zu monopolistisch, zu panisch und zu anfällig für den Einfluss finanzstarker Interessengruppen geriert sich das steigerungsorientierte Grundsystem in der Praxis nunmehr als langfristig unfähig, die liberale Wertegemeinschaft gegenüber archaischen und totalitären Regierungsstilen glaubwürdig zu behaupten.

Was sich durch die bevorstehende Wirtschafts- und Versorgungsmisere öffnet, ist ein policy window, ein Möglichkeitskorridor, um einen neuen Minimalismus zu kultivieren, sozialen Status darin neu zu denken, längst bewährten Kulturkonzepten zu einer neuen Renaissance zu verhelfen und das Wachstum auf eine qualitative Dimension umzulagern. „Wir müssen uns ehrlich machen und sagen: Wir werden den Wohlstand, den wir jahrelang hatten, erstmal verlieren“, wird auch Rainer Dulger zitiert. Immerhin deutscher Arbeitgeberpräsident. „Wir werden am Ende 20 bis 30 Prozent ärmer sein“, urteilt auch Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags.

EWH Train-the-Trainer Seminar NDS 202207Im Oktober findet in Niedersachsen die Landtagswahl statt – und Erstwahlhelfer® ist mittendrin dabei! Damit so viele Erstwählerinnen und Erstwähler wie möglich für das Wahlhelfer-Amt ausgebildet werden können, trainierte das Team Erstwahlhelfer® im Juli wieder Teamerinnen und Teamer von Bildungsträgern aus ganz Niedersachsen.

Warum wählen gehen wichtig ist

Am ersten Seminartag setzten sich die Teamerinnen und Teamer zunächst spielerisch mit den Institutionen und der Verteilung der politischen Entscheidungsmacht auf Länderebene auseinander. Danach ging es bei gutem Wetter nach draußen, um zu diskutieren, welche demokratischen Grundprinzipien bei Wahlen gelten sollten. Wie werden Wahlen in anderen Ländern durchgeführt? Und wie lauteten nochmal die fünf deutschen Wahlrechtsgrundsätze?

Eine Nachbetrachtung zur Abendveranstaltung

Earlybirds

Am 27. Juni 2022 diskutierten der Islam– und Politikwissenschaftler Jannis Jost (Institut für Sicherheitspolitik der Universität Kiel) und ein/e Vertreter/in des Landesamtes für Verfassungsschutz (welche/r aus Sicherheitsgründen nicht namentlich genannt wird) im Rahmen einer Paneldebatte über Dschihadismus in Deutschland.

Zu Beginn der Abendveranstaltung begrüßte Verena Fritsche, Geschäftsführerin von HAUS RISSEN, und stellte dem Publikum das Haus vor. Die Moderation des Abends übernahm Fabian Knörzer, welcher als Referent für Sicherheitspolitik im HAUS RISSEN die Themen Dschihadismus und Terrorismus in Seminaren der politischen Bildung für Bundeswehrangehörige behandelt.

Dschihadismus in Deutschland

Vor Beginn der Debatte erläuterte Herr Knörzer kurz die Bedeutung des Begriffes Dschihadismus (islamistischer Terrorismus) sowie dessen Ausmaße in Deutschland.

Gute Stimmung beim Nachhaltigkeitsseminar am längsten Tag des Jahres

Geldausgeben für Klimapolitik

Am 20. und 21. Juni 2022 besuchte eine Klasse der Bismarckschule Elmshorn das HAUS RISSEN, um über das ‚Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie‘ zu diskutieren. Die Themen nachhaltige Unternehmensstrategien, Energiewende und Klimawandel wurden dabei besonders unter die Lupe genommen.

Green-Washing oder echte Veränderung?

Nachhaltigkeit – ein Schlagwort so allgegenwärtig, wie die Produkte und der Konsum, auf die es sich vermeintlich bezieht. Doch wie fundiert sind die Bemühungen nahezu aller Unternehmen, ihre Wertschöpfungskette umzustellen? Handelt es sich in Wahrheit doch nur um leere Versprechungen cleverer Marketingabteilungen? In der Analyse vier verschiedener Produkte bewiesen die Jugendlichen ihre Fähigkeit zu kritischem und differenziertem Denken. Und was kann man als Verbraucherin oder Verbraucher tun? „Ethische Kaufentscheidungen treffen.“, antwortet ein Schüler.

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